Wiederherstellen mit Hilfe eines ImagesDatensicherung auf einem Einzelplatz-PC: Alternative Sicherungsmethoden

Teil 3 - Abschließende Bemerkungen zum Thema Datensicherung

Autor: Uwe Daus, MCSEboard.de

 

Unabhängig welche Sicherungsmethode ich auf welchen Betriebssystem verwende sollte man zur Sicherstellung des einwandfreien Betriebes, regelmäßig stichprobenartige Wiederherstellungen von verschiedenen Dateien durchführen, um die Funktion der Sicherung und der Wiederherstellung zu kontrollieren. Je nach persönlicher Ausprägung an Paranoia kann man das natürlich soweit führen, dass man regelmäßig die gesamte Sicherung wiederherstellt. Wie intensiv man das betreibt hängt natürlich davon ab, wie wichtig die Daten und damit die Sicherungen sind.

Wenn man es mit wirklich wichtigen Daten zu tun hat sollte man die Sicherungen auch an externen Plätzen aufbewahren. Denn wenn man z.B. an einen Brand denkt ist es ziemlich wahrscheinlich, dass mit den Originaldaten auch gleich die Sicherung mit verbrennt. Auch ein Feuer hemmender Tresor hilft in Anbetracht der unvermeidlich im inneren entstehenden Hitze und dem Löschwasser nur bedingt weiter. Firmen können möglicherweise auf eine bestehende Fialenstruktur für die Aufbewahrung Ihrer Sicherungen zurückgreifen. Auch die Anmietung eines Bankschließfachs bietet dort eine Lösung. Manche Firmen genehmigen einfach dem zuständigen Administrator die Sicherung zur Aufbewahrung mit nach Hause zu nehmen oder der Geschäftsführer selbst bewahrt die Sicherung zu Hause auf. Hier würde ich die Prüfung der Widerherstellbarkeit nach den Transporten durchführen. Im Privaten können dann vertrauensvolle Freunde oder Verwandte ggf. die Möglichkeiten bieten Datensicherungen extern aufzubewahren.

Die unter Windows XP beschriebene Sicherungsmethode ist unter Windows Server 2003 ebenso einzurichten. Bei Windows Server 2000 sind die Funktionen vergleichbar auch wenn die Gestaltung der Fenster und des Assistenten noch etwas anders ist. Vorsicht ist aber bei der Sicherung von Server geboten, wenn man dort neben dem Windows Betriebssystem noch weitere Programme installiert hat. Insbesondere Datenbankserver benötigen spezielle Operationen um sauber gesichert zu werden. Man muss die Datenbank vor der Sicherung runterfahren und danach wieder starten, z.B. über entsprechende Skripte die vor und nach der Sicherung laufen. Die Windows Sicherung aber über eine laufende Datenbank zu fahren wird vermutlich neben einer nicht vollständig funktionierenden Sicherung unter Umständen auch zu einem Absturz der Datenbank selbst führen. Um eine Sicherung einer Datenbank im laufenden Betrieb zu machen sind zusätzliche professionelle Sicherungsprodukte nahezu unvermeidlich.

Wenn es zu Fehlern während des Sicherungslaufs kommt, dann liegt dies oft an fehlenden Zugriffen. Dieses würde ich als erstes überprüfen. Auch defekte Speicherbereiche können zu Abbrüchen und fehlerhaften Sicherungen führen. Diese müssen sich im normal laufenden Betrieb noch nicht mal bemerkbar machen. Das Windows Kommandozeilentool chkdsk hilft einem da sowohl unter Windows XP als auch unter Vista oftmals schon weiter. Wenn es die Systempartition betrifft muss man ggf. mit einer Notfallboot CD/DVD oder Diskette arbeiten. Ebenfalls ein häufiges Problem ist nicht ausreichend Speicherplatz auf dem Sicherungsmedium. Dies kann man mit einem entsprechend größerem Medium oder durch Einschränkung des Sicherungsumfangs beheben.

Was man gerade bei einer langfristigen Aufbewahrung der Sicherung bedenken sollte, ist dass die meisten Sicherungsmedien eine begrenzte Haltbarkeit aufweisen. Die Lebensdauer ist von der Art, der Qualität und nicht zuletzt von der Handhabung und Lagerung des Mediums abhängig, so dass ich hier keine Richtschnur geben kann. Man kann sagen, dass sich in der Geschichte bisher nur Steintafeln bisher als wirklich langfristigstes Speichermedium gezeigt haben. Datensicherung setzt aber ja immer noch ein aktives Medium, den Master als vorhanden voraus. Insofern ist der Master, der ja regelmäßig gesichert wird ja ein aktuelles Lauffähiges Medium. Wenn man die Sicherungen archivieren möchte, d.h. der Master der Sicherung so nicht mehr vorhanden ist, dann muss man sich über die Wahl der Medien ernsthafte Gedanken machen und ggf. die Archivierungsdaten regelmäßig auf neue Medien umschichten.

 

© MCSEboard.de, Uwe Daus

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