Laufende Wartung eines Microsoft Exchange 2000/2003 ServersTeil 2 - Monatliche Wartung

Teil 1 - Tägliche Wartung

Autor: Götz Weinmann, MCSEboard.de

1. Protokolle prüfen
Erster Schritt und bei Problemen auch immer die erste Anlaufstelle ist das Ereignisprotokoll. Sie finden die Ereignisanzeige unter Start -> Programme –> Verwaltung –> Ereignisanzeige.
Sie sollten im Anwendungsprotokoll nach Fehlern und Warnungen der folgenden Quellen Ausschau halten: ESE und alle MSExchange-Quellen.
Im Systemprotokoll sollten Sie die Quellen: Disk, NTFS File System und NETLOGON im Auge behalten.

2. Backup prüfen
Sicherlich führen Sie ein tägliches Backup Ihrer Exchange Datenbanken mit ntbackup oder einem anderen geeigneten Backuptool (keine Imaging Software oder Offline File Copy!). Auch das Active Directory sollte natürlich auf Ihren Domaincontrollern täglich mit ntbackup als Systemstatus Sicherung gesichert werden.
Überprüfen Sie aber auch täglich, ob das Backup tatsächlich erfolgreich gelaufen ist? Überprüfen Sie daher täglich die Protokolle des Backups. Ist das Backup fehlerfrei gelaufen, sollte dies am Ende des Protokolls vermerkt sein. Nur so sind Sie vor bösen Überraschungen sicher.

3. Plattenkapazität prüfen
Prüfen Sie mit einem kurzen Blick in den Windows Explorer, ob noch genügend freier Speicherplatz auf den Partitionen verfügbar ist. Am Besten notieren Sie den aktuellen Bedarf in einer Tabelle. So lassen sich leicht Trends erkennen und Sie können frühzeitig reagieren.
Prüfen Sie auch die Größe der Datenbank. Denken Sie daran, dass die maximale Datenbankgröße bei Exchange 2003/2000 auf 16 GB limitiert ist ( ab 2003 SP2 liegt das Limit bei 75 GB). Bitte beachten Sie, dass auf der Partition, auf der die Exchange Datenbanken gespeichert sind, genauso viel Platz frei sein sollte wie die Exchange Datenbank groß sind.

4. Virenscanner prüfen
Natürlich haben Sie einen Virenscanner für Exchange installiert und konfiguriert. Prüfen Sie täglich, ob die automatische Updatefunktion in Betrieb ist und auch funktioniert.
Die Updatefunktion sollte natürlich automatisch und mehrmals täglich (3 Stunden Intervalle oder kürzer halte ich an einem Exchangeserver für sinnvoll) durchgeführt werden.

5. Ressourcen prüfen
Öffnen Sie den Taskmanager und prüfen Sie die Auslastung von CPU und RAM zu einer durchschnittlichen Tageszeit. (Dieses Vorgehen ist nicht optimal. Zur Performanceüberwachung liefert Windows/Exchange bessere Tools die das automatisiert aufzeichnen – das sollte aber Inhalt eines separaten HowTos sein).

6. Warteschlangen prüfen
Starten Sie den Exchange System Manager und prüfen Sie die Warteschlangen des Systems, um Fehler oder Probleme bei der Mailzustellung bzw. dem Routing zu erkennen.

 

© MCSEboard.de, Götz Weinmann

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