Teil 1 - Grundsätzliche Informationen rund um Microsofts DFSPlanung, Installation und Konfiguration des Distributed File System (DFS) unter Windows Server 2003 R2Teil 3 - Die Konfiguration (I)

Teil 2 - Planung & Installation

Autor: olc, MCSEboard.de

Planung

Vergleichbar mit anderen IT-Projekten nimmt die Planung der Einführung von DFS einen hohen Stellenwert ein. Die Installation und Konfiguration geht leicht von der Hand, wenn man sich frühzeitig grundlegende Gedanken zur zukünftigen Struktur des DFS macht und diese dann nach Plan umsetzen kann.

Die folgenden Planungshinweise stellen nur einen Auszug der Gedanken dar, die man sich in Vorbereitung auf die Einführung von DFS im Unternehmen machen sollte. Ausführliche Informationen zu diesem Thema stellt Microsoft im World Wide Web bereit, so z.B. unter [3].

Grundsätzliche Fragen:

  • Administrative Delegierung?
  • Ist der eingesetzte Virenscanner DFS Kompatibel?
  • Ist DFS-R überhaupt für das Vorhaben geeignet oder sollten lieber andere Techniken in Betracht gezogen werden (z.B. Mirroring auf Filesystem Blockebene, Clustering)?

Fragen beim Einsatz von DFS-Namespaces:

  • Wie soll der Namespace bzw. die darunter liegenden Ordner heißen?
  • Wie will man Inhalte darstellen? D.h. wo liegen die Shares?
  • Welche Server hosten den Namespace?
  • Domänen- oder Server-basierender Namespace?
  • Wie bzw. wo sichere ich den Namespace selbst (bzw. die Konfigurationsdaten des DFS)?

Fragen beim Einsatz von DFS-Replikation:

  • Welche Daten sollen repliziert werden?
  • Wo sollen die Kopien (Replikate) der DFS-Ordner liegen (Standorte, Server etc.)?
  • Dürfen Dokumente an verschiedenen Standorten / Servern gleichzeitig bearbeitet werden? (Hier kann es zu Kollisionen kommen!)
  • Wer darf die Dokumente bearbeiten (Zugriffsrechte)?
  • Wann werden die Daten repliziert? ACHTUNG: Unterschiedliche Zeitzonen beachten! Thema Bandbreiten, Backups, Replikationskonflikte, Daylight Saving, UTC oder Local Time!
  • Topologie (z.B. Stern oder Mash)
  • Wie, wo und wann sollen die replizierten Daten gesichert werden?
  • Welche Dateitypen will man zulassen?
  • Sollen alle Dokumente abgelegt werden können oder etwa Videodateien nicht, da zu groß?
  • Gibt es Dateien, auf denen File-Locks laufen (z.B. Datenbanken, *.pst Dateien)? Diese Dateien sollten von vornherein aus der Replikation ausgeschlossen werden.
  • Wo liegen die Daten bei der ersten Replikation (Primary Member)?
  • Wie hoch ist das zu erwartende Datenvolumen bei der Replikation (Thema Bandbreite / Replikationszeiträume). Hier sollte man auch die Initialreplikation beachten!

Installation

Die Installation des DFS erfolgt über die „Systemsteuerung“ -> „Software“ -> „Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen“ -> „Verteiltes Dateisystem (DFS)“ (siehe Abb. 1).

Abb. 1

Wie oben schon angesprochen, muß hier nur bei Bedarf die DFS-Verwaltung mit installiert werden. Die beiden anderen Komponenten sind für die DFS-Replikation obligatorisch.

Für die Installation der DFS-Komponenten muß die zweite CD von Windows Server 2003 R2 eingelegt werden. Dieser Umstand unterstreicht noch einmal den Fakt, daß es sich bei der „aufgebohrten“ Version des DFS in Version des Windows Server 2003 R2 um eine Zusatzkomponente handelt, die ausschließlich über das R2 zur Verfügung gestellt wird.

© MCSEboard.de, olc

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