Teil 2 - Planung & InstallationPlanung, Installation und Konfiguration des Distributed File System (DFS) unter Windows Server 2003 R2Teil 3 - Die Konfiguration (II)

Teil 3 - Die Konfiguration (I)

Autor:olc, MCSEboard.de

Nach der Installation steht unter „Systemsteuerung“ -> „Verwaltung“ ein neuer Menüpunkt „DFS-Verwaltung“ zur Auswahl. Bitte diesen Punkt nicht mit dem vorher schon vorhandenen Menüpunkt „Verteiltes Dateisystem (DFS)“ verwechseln. Das ist die Verwaltungskonsole des alten DFS Dienstes und stellt somit nicht die Funktionen des neuen DFS Dienstes zur Verfügung.

Abb. 2

Nach dem Öffnen der MMC „DFS-Verwaltung“ steht eine jungfräuliche MMC zur Verfügung (siehe Abb. 2).

Als ersten Schritt kann über den Knotenpunkt „Namespaces“ ein neuer Namespace erzeugt werden. Die MMC3 bietet hierfür kontextsensitive Menüs auf der rechten Seite der MMC. Es ist jedoch auch weiterhin möglich, die entsprechenden Menüs mit einem Rechtsklick auf den gewünschten Unterpunkt aufzurufen.

Abb. 3

Das Menü ist Wizard-gestützt und ermöglicht so einen komfortablen Weg bis hin zur Erstellung des virtuellen Namespaces.

Im ersten Dialog muß der Server angegeben werden, auf dem der Namespace gehostet wird. Später kann unter Angabe weiterer Server der Namespace redundant ausgelegt werden. Dies ist jedoch nicht im Wizard zur Namespaceerstellung möglich (siehe Abb. 3).

 

Abb. 4

Nach einem Klick auf „Weiter“ muß der Namespacename festgelegt werden. Da es problemlos möglich ist, mehrere Namespaces zu erzeugen und da es früher oder später in den meisten Fällen auch so eingerichtet wird, sollte man die Namespacenamen von vornherein gut auswählen, damit es nicht zu Unklarheiten bei den Benutzern und in der Administration kommt (siehe Abb. 4).

 

Der Menüpunkt „Einstellungen bearbeiten“ im Menü aus Abbildung 4  ermöglicht das Festlegen des Ordners, der den Namespace hostet. Diese Angabe hat noch nichts mit der Verlinkung von Freigaben zu tun, in denen dann Freigabedaten liegen. Er stellt lediglich den Verwaltungspunkt bzw. Pfad des Namespaces selbst dar.

In diesem Schritt können neben dem Pfad des Namespaces auch die Berechtigungen zum Zugriff auf den Namespace festgelegt werden. Es ist hierbei zu beachten, daß es sich um Freigabeberechtigungen für den Ordner handelt, nicht um NTFS Berechtigungen. Dies steht im Gegensatz zu den Empfehlungen von Microsoft in Bezug auf Berechtigungsvergaben bei alleinstehenden Freigaben außerhalb des DFS. Dort ist Empfehlung, nicht die Freigabeberechtigungen zur Einschränkung des Zugriffs zu nutzen, sondern NTFS Berechtigungen.

Abb. 5

Der Einfachheit halber wählen wir in diesem HowTo „Vollzugriff“ für Administratoren und „Lese- / Schreibzugriff“ für alle anderen Benutzer. (siehe Abb. 5) In der Praxis sollte hier mit restriktiveren Sicherheitsberechtigungen gearbeitet werden, in dem man die benutzerdefinierten Berechtigungen verwendet. So sollten etwa die autorisierten Benutzer in Gruppen zusammengefaßt werden, um diesen Gruppen dann dediziert die benötigten Berechtigungen zuzuweisen.

Abb. 6

Es folgt als nächstes die Auswahl des Namespacetyps. Wie oben schon angesprochen gibt es Unterschiede in der Funktionalität zwischen domänenbasierten und eigenständigen Namespaces. Wir wählen aus diesem Grund beispielhaft einen domänenbasierten Namespace (siehe Abb. 6).


Abb. 7

 Als vorletzten Bildschirm des Wizards stellt Microsoft eine Zusammenfassung der Einstellungen zur Verfügung. Nach der Überprüfung der Angaben erzeugt man mit Klick auf „Erstellen“ den Namespace (siehe Abb. 7) und bekommt im letzten Bildschirm des Assistenten eine Bestätigung über die ausgeführten Aufgaben.

Wenn alles glatt gegangen ist, sollte hier alles mit grünen Haken versehen sein und der Reiter „Fehler“ leer sein (siehe Abb. 8). Der neue Namespace wird jetzt auf der linken Seite angezeigt (siehe Abb. 9).

Abb. 8
Abb. 9

 

© MCSEboard.de, olc

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