Teil 3 - Die Konfiguration (I)Planung, Installation und Konfiguration des Distributed File System (DFS) unter Windows Server 2003 R2Teil 3 - Die Konfiguration (III)

Teil 3 - Die Konfiguration (II)

Autor: olc, MCSEboard.de

Abb. 10

Da der Namespace nun zwar vorhanden ist, jedoch noch keinerlei Freigaben innerhalb des Namespaces zur Verfügung stehen, fügt man im nächsten Schritt einen neuen Ordner hinzu. Dieser wird als „Link“ bezeichnet (siehe Abb. 10).

Ist der hinzuzufügende Ordner noch nicht freigegeben bzw. noch gar nicht vorhanden, kann er über den Menüpunkt „Neuer freigegebener Ordner“ erzeugt werden. (siehe Abb. 11, 12, 13).

Abb. 11
Abb. 12
Abb. 13

Abb. 14

Der Namespace hält nun einen Link zu einem freigegeben Ordner. Es können weitere Ordner nach dem gleichen Prinzip hinzugefügt werden (siehe Abb. 14).


Abb. 15

Interessant ist an dieser Stelle, was im Filesystem passiert. Wir haben in den vorangegangenen Schritten zwei Ordner genutzt; Zum einen den Ordner „DFSRoots“, der den Namespace enthält, zum anderen den Ordner „DFSShare“, der die Freigaben enthält. Die Namen können natürlich im produktiven Bereich je nach Umgebung und Einrichtung frei gewählt werden.

Versucht man nun in die Ordner „Kampagnen“ und „Präsentationen“ unterhalb des Ordners „DFSRoots“ zu gelangen, erhält man eine Fehlermeldung. Die gleiche Aktion unterhalb des Ordners „DFSShare“ gelingt ohne Probleme (siehe Abb. 15).

Hintergrund ist der beschriebene Unterschied zwischen Namespace und Freigabe, Der Namespaceordner „DFSRoots“ enthält nicht die Freigaben selbst, sondern nur die Pfade dorthin bzw. deren Konfigurationsdaten. Aus diesem Grund ist es keine Verknüpfung zu den Freigaben und quittiert den Versuch mit einer Fehlermeldung.


Abb. 16

Versucht man jedoch über Angabe des Namespaces zu den Daten zu gelangen, also „\\muenchen.testdom.intern\Marketing“, gelingt der Zugriff problemlos. Es ist im Gegensatz zum Browsen durch das Filesystem jedoch nicht möglich, über den Freigabepfad „\\muenchen.testdom.intern\Kampagnen“ bzw. „\\muenchen.testdom.intern\Präsentationen“ direkt in die Ordner „Kampagnen“ und „Präsentationen“ zu gelangen.


An dieser Stelle der Hinweis darauf, daß in der beschriebenen Konfiguration nur ein Namespaceserver eingesetzt wurde und somit keine Ausfallsicherheit gegeben ist. In einer produktiven Umgebung sollte man den Namespace auf mehrere Server verteilen (siehe Abb. 17). Auch ist im Beispiel keine Rechtevergabe zur Delegierung von Verwaltungsaufgaben erfolgt. Auch hier sollte ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden (siehe Abb. 18).

Abb. 17
Abb. 18

 

© MCSEboard.de, olc

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